Der Riesen-Bärenklau stammt aus den regenreichen Gebirgen des Kaukasus und wächst dort in Gebieten bis über 2300 m NN mit 1000-2000 mm Jahresniederschlag. Die Pflanze wurde Mitte des 19. Jahrhunderts vermutlich in den botanischen Garten in Zürich eingeführt. Von hier aus hat sie ihren Eroberungszug durch ganz Europa begonnen. Sie wurde in anderen botanischen oder privaten Gärten als dekorative Zierpflanze kultiviert. Auch bei den Imkern war der Riesen-Bärenklau als Bienenweide beliebt und wurde deshalb von ihnen angebaut. .
Ausbreitung am Lützelbach
Der Riesen-Bärenklau verbreitet sich haupt- sächlich entlang von Bächen und Flüssen. Vor ca. 3 Jahrzehnten ist diese Pflanze erstmals bei uns aufgetaucht, und zwar in der Wiese hinter dem jetztigen Gewerbegebiet in der Hardstraße. Mittlerweile ist sie in Lützelbach an vielen Stellen anzutreffen, besonders entlang der Bäche und auf Brachflächen bzw. Grund- stücken, in denen keine Pflegemaßnahmen durchgeführt werden. Aber auch in Waldlichtungen, an Wald-, Weg- und Straßenrändern, in Gärten und auf frischen, nährstoff- und stickstoffreichen Stellen ist der Riesen-Bärenklau immer öfter zu finden. Die Tendenz zur Ausbreitung des Riesen-Bärenklau ist besonders gut am Lützelbach und im Wolfsloch zu beobachten.
Großräumige Ausbreitung auf einer Brachfläche im Wolfsloch
Ohne geeignete Gegen-Maßnahmen wird diese Pflanze sich immer weiter ausbreiten und somit zunehmend eine Gefahr für Mensch und Natur.