Biologie der Pflanze

Die Keimung erfolgt im Frühjahr oder Herbst, wobei sich im ersten Jahr eine Blattrosette mit 1-4 Blättern bildet. In einem der folgenden Jahren bildet sich bei dieser zwei- bis mehrjährigen Staude der Blütenspross. Eine einzelne Pflanze produziert mehrere 10.000 Samen, die in einem Umkreis von ca. 2,5 m zerstreut werden. Durch Wasser, Wind, Tiere oder im Reifenprofil können die Samen auch über größere Strecken transportiert werden. Die reifen Samen bleiben im Boden bis zu 7 Jahren keimfähig. Nach der Fruchtbildung stirbt die Pflanze ab. Die Jungpflanzen bilden sehr schnell eine 30-60 cm lange, rübenartige Wurzel aus, in der eine große Menge an Nährstoffen gespeichert ist. Diese ermöglichen nach einer Mahd den schnellen Neuaustrieb der Pflanze. Infolge des großen Nährstoffvorrates kann die Pflanze wiederholtes Mähen mehr als 5 Jahre überdauern, um dann noch einen Blütenspross hervorzubringen.

Den Wurzelstock unterteilt man in die Wurzel (Pfahlwurzel mit Seitenwurzeln) und dem darauf sitzenden Vegetationskegel, aus dem sich die Seitentriebe, die Blätter und der Spross (Blütenstängel) entwickeln. Wird der Vegetationskegel entlang der Trennlinie von der Wurzel abgetrennt, stirbt die Pflanze ab.  Vegetationskegel und Wurzel sind für sich alleine nicht mehr lebensfähig. Es werden keine Ausläufer gebildet. Das Abtrennen und Entfernen des Vegetationskegels ist die beste Methode, Einzelpflanzen und kleine Bestände des Riesen-Bärenklau erfolgreich zu bekämfpen.
 

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© Dieter Portisch  -Umwelt und Medien-