Das Tal des Lützelbach dient als Frischluftschneise, um im Sommer bei warmen Wetterlagen den OT Lützel-Wiebelsbach mit frischer Luft zu versorgen. Umgekehrt dient es im Winter dazu, die von den Berghängen herabfliesenden Kaltluftströme weiterzuleiten. Es soll deshalb von Bebauung und hohem Pflanzenbewuchs freigehalten werden, was im Landschaftsplan so festgeschrieben ist. Mangels der notwendigen Unterhaltungsarbeiten seitens der Gemeinde Lützelbach werden diese wichtigen klimatischen Funktionen immer mehr eingeschränkt. Außerdem konnte und kann sich der Riesen-Bärenklau dadurch in diesem Tal gut ausbreiten.
Auf der linken Seite des Lützelbachs befindet sich ein Bestand mit über 3 m hohen Pflanzen.
Links davon ist ein Wiesenweg von allen Seiten mit Riesen-Bärenkau bewachsen.
Oberhalb einer Böschung am Rande eines Espen-Bestandes hat sich ein kleiner Horst gebildet.
Unterhalb der L 3259 konnte sich im Laufe der Jahre ungestört ein größerer Bestand entwickeln.
In der Talaue werden in einigen Grundstücken seit Jahren keine Pflegearbeiten durchgeführt. Die Grundstücke sind bereits verbuscht und der Riesen-Bärenklau kann sich darin prima entwickeln und vermehren.
Entlang dem Bach bildet der Riesen-Bärenklau kleine Horste und breitet sich von hier weiter aus.
Die Wiese im Vordergrund wird von einem Landwirt regelmäßig gemäht. Die dahinterliegenden Grundstücke gehören der Gemeine Lützelbach. Hier befanden sich einst Feuchtwiese, Großseggenried und Schilf, eine geschütze Pflanze nach dem HNatG. Da die Gemeinde seit vielen Jahren die notwendigen Pflegearbeiten unterläßt, hat eine sehr starke Verbuschung der Grundstücke stattgefunden. Der Schilfbestand droht endgültig verlorenzugehen und der Riesen-Bärenklau findet hier ideale Ausbreitungsbedingungen.
Hier sehen Sie einen Riesen-Bärenklau bestand in o.g. gemeindeeigenem Grundstück.
An einer anderen Stelle dieses Grundstücks stehen noch die vertrockneten Blütenstängel vom letzten Jahr.
Fazit: Die dringend erforderlichen, aber unterlassenen Pflegearbeiten auf den Grundstücken und am Lützelbach fördern hier die massive Ausbreitung des Riesen-Bärenklau. In diesem Tal reiften im Juli 2003 schätzungsweise zwischen 6 und 8 Millionen Samen heran! Bei einem Unwetter mit warmen Aufwinden aus SW/W/NW zur Zeit der Samenreife könnte Lützelbach-Wiebelsbach gut mit Samen versorgt werden.